Beeinträchtigung der Meeresumwelt und ihre Schutzgüter

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Empfohlene Schutzmaßnahmen

Bereits bei der Planung der Seetrasse war NeuConnect darauf bedacht, basierend auf entsprechenden Untersuchungen einen Trassenverlauf zu finden, der die Meeresumwelt der AWZ und im Küstenmeer so wenig wie möglich beeinträchtigt. Im Rahmen der erstellten Umweltuntersuchungen und Unterlagen für die Genehmigungsprozesse werden folgende Schutzmaßnahmen empfohlen:

  • Minimierung des Raumverbrauchs durch weitgehende Bündelung mit vorhandenen Leitungen
  • Geschützte Biotope sollen weitestgehend durch eine entsprechende Feintrassierung umgangen werden. Auch ist die Trasse hinsichtlich der Gesamtlänge zu optimieren
  • Mindestverlegetiefe von 1,5 m (unter der Jade Fahrrinne 3,0 m) stellt eine Einhaltung der EMF-Richtlinien und der Vorgaben zur zulässigen Sedimenterwärmung sicher
  • Gebündelte Verlegung im Kabelsystem, um die Erzeugung eines Magnetfeldes so gering wie möglich zu halten
  • Prinzipieller Einsatz von bodenschonenden Verlegesysteme; angedachte Verlegemethode reduziert die betroffene Fläche und die Umlagerung von Sedimentmengen so weit wie möglich
  • Eingriffsintensive Nachspülarbeiten sind möglichst zu vermeiden oder auf das geringstmögliche Maß zu beschränken
  • Beeinträchtigung der Wattflächen durch zum Einsatz kommende schwimmende Einheiten sind auf ein Mindestmaß zu minimieren.
  • Schonendes Setzen von seitlichen Positionsankern zur Vermeidung von zusätzlichen Beeinträchtigungen der Wattmorphologie und des Benthos
  • Der Einsatz einer schwimmenden ballastierenden Baugrundumschließung anstelle von Spundwänden ist zu prüfen
  • Vorgaben im Rahmen des „Nulleinleitungskonzepts“ werden befolgt
  • Reduktion des Schiffsverkehrs auf ein Mindestmaß während der Verlegung und Wartung mittels Optimierung von Arbeitsabläufen
  • Errichtung von Kreuzungsbauwerken möglichst mittels Schüttungen aus Natursteinen bzw. natürlichen Materialien. Kein Einsatz von kunststoffbasierenden oder kunststoffähnlichen Materialien
  • Naturschutzfachliche Baubegleitung stellt sicher, dass Auflagen und Bestimmungen eingehalten werden und die Risiken und Gefahren für die Meeresumwelt weitgehend und möglichst vorausschauend unterbleiben

Auswirkungen

Der im Rahmen der Genehmigungsverfahren erbrachten Umweltfachbeitrag und die weiteren dazugehörigen Fachbeiträge haben ergeben, dass die Auswirkungen auf die Meeresumwelt und die Schutzgüter (Biotope, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Klima/Luft, Landschaftsbild, Biologische Vielfalt) durch den NeuConnect Interkonnektor in der Regel von kleinräumiger und kurzfristiger Natur sind. Ein großräumiger Fortbestand der betroffenen Strukturen und Funktionen der Schutzgüter und sonstiger Belange wird nach Realisierung des Projekts erwartet.

  • Vorhabenbedingte Gefährdung der Schutzgüter und anderer Belange ist ausgeschlossen unter Einhaltung der empfohlenen Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen
  • Keine Gefährdung durch eventuelle Wechselwirkungen der Schutzgüter untereinander
  • Keine kumulativen Wirkungen mit bereits bestehenden oder geplanten Vorhaben
  • Keine erheblichen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen
  • Betroffenheit Schutzgebiete nach § 30 BNatSchG und Natura 2000-Gebiete:
    • AWZ: keine Betroffenheit von Natura 2000-Gebiete und gesetzlich geschützten Biotopen
    • Küstenmeer: keine Betroffenheit von Natura-2000 Gebieten; Beeinträchtigung von gesetzlich geschützten Biotopen im Anlandungsbereich
  • Leistung von Kompensationsmaßnahmen für die entstehenden Beeinträchtigungen aufgrund der bauvorbereitenden Tätigkeiten und Verlegetätigkeiten an Biotopen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben
Schutzgebiete in AWZ und niedersächsischem Küstenmeer

Schutzgebiete in AWZ und niedersächsischem Küstenmeer, Karte bereitgestellt durch Primo Marine

Wärmeemission

Die gesetzlich erlaubte Temperaturerhöhung von max. 2 K in 30 cm Tiefe im Küstenmeer bzw. 20 cm in der AWZ wird bei allen modellhaften Berechnungen des Wärmeabflusses bei einer Mindestüberdeckung von 1,5 m nicht überschritten.

Schematische Darstellung der Wärmeemission durch Seekabel Schematische Darstellung der Wärmeemission durch Seekabel, © FICHTNER

Typische Wärmeausbreitung von Seekabeln für eine Bodentemperatur von 15 °C

Typische Wärmeausbreitung von Seekabeln für eine Bodentemperatur von 15 °C, © FICHTNER

Elektromagnetische Felder

Die Vorgaben des 26. BImSchV werden ebenfalls erfüllt und eine negative Beeinflussung auf die Meeresumwelt und die Schutzgüter durch elektromagnetische Felder ist nicht zu erwarten.

Reduktion der Magnetfeldemission durch Auslöschungseffekt
Reduktion der Magnetfeldemission durch Auslöschungseffekt bei zwei gebündelt verlegten Kabeln mit entgegengesetzter Polarität, © Pedro Cavaleiro

 

Ökologische Auswirkungen

Erfahren Sie hier mehr über die ökologische Dimension des NeuConnect-Interkonnnektor-Projekts.

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Mensch und Natur an Land

Erfahren Sie hier mehr über die Auswirkungen auf Mensch und Natur an Land.

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Unsere Experten für diesen Bereich

In der Zeit vom 28.05.2021 bis 29.05.2021 bieten wir individuelle Termine an, in denen Sie direkt mit unserem NeuConnect Experten-Team in Kontakt treten können.

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