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Auswirkungen auf Mensch und Natur an Land

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Erdkabelverlegung

Die Verlegung von Erdkabeln ist überwiegend ein temporärer Eingriff in Natur und Landschaft. Eine bodenkundliche Baubegleitung bei den bauvorbereitenden Maßnahmen und während der Bautätigkeit wird bereitgestellt, um einen fachgerechten Umgang mit dem Boden bei den Verlegearbeiten sicherzustellen.

Die Erdkabelverlegung folgt u. a. diesen Leitlinien:

  • Getrennte Lagerung des Bodens während der Bauphase nach Bodenhorizonten und fachgerechter Umgang mit Bodenmaterial bei Umlagerungen, entsprechend DIN-Vorgaben
  • Einhaltung von geeigneten Vermeidungsmaßnahmen beim fachgerechten Umgang mit sulfatsauren Böden
  • Vollständige Rekultivierung des Bodens durch fachgerechte Wiederaufbringung des Bodens und geeignete Maßnahmen zur Bodenlockerung, sodass höchsten geringfügige Änderungen in Bodenstruktur und Bodengefüge verbleiben; keine dauerhafte Versiegelung oder Neuversiegelung ist geplant
  • Entwicklung individueller Drainagekonzepte in Abstimmung mit den jeweiligen Eigentümern bzw. Pächtern der betroffenen Flächen zum Erhalt bestehender Drainagen bzw. Wiederherstellung

Nach Beendigung der Bauphase verbleibt ein Schutzstreifen von 7,0 m, auf dem die landwirtschaftliche Nutzung generell möglich ist.

Typische Erdkabelverlegung

Typische Erdkabelverlegung, ©FICHTNER

Die Wärmeabflussberechnungen gemäß international entsprechender Norm ergaben, dass bei einer Mindestüberdeckung von 1,3 m und Volllastbetrieb des Kabelsystems in einer Tiefe von 40 cm ein max. Temperaturanstieg von 4° C zu erwarten ist. Da auf landwirtschaftlichen Flächen eine Mindestüberdeckung von 1,5 m vorgesehen ist und zudem in der Regel kein Volllastbetrieb erfolgt, ist die auf landwirtschaftlich genutzten Flächen tatsächlich zu erwartende Erwärmung geringer als die berechnete. An der Bodenoberfläche wird kein Anstieg der Bodentemperatur prognostiziert.

Typische Wärmeausbreitung von Seekabeln für eine Bodentemperatur von 15° C

Typische Wärmeausbreitung von Seekabeln für eine Bodentemperatur von 15 °C, © Fichtner

Die zu erwartenden ökologischen Auswirkungen der Erdkabeltrasse sind temporär vorwiegend auf die Bauphase und lokal auf den jeweiligen Bauabschnitt begrenzt. Um die Auswirkungen möglichst gering zu halten, werden in den Umweltgutachten spezifische Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen benannt. Eine ökologische Baubegleitung stellt die Umsetzung dieser Maßnahmen sicher.

  • Die Erdkabeltrasse verläuft durch keine Nationalparke, FFH- und Vogelschutzgebiete, Naturschutzgebiete
  • Keine Verletzung der artenschutzrechtlichen Zugriffsverbote gemäß BNatSchG
  • Die Bewirtschaftungsziele für die einzelnen Gewässer können weiterhin verfolgt werden und sind nicht durch das Vorhaben gefährdet unter Berücksichtigung der empfohlenen Maßnahmen
  • Einzelne nach § 30 BNatSchG gesetzlich geschützte Biotope im Bereich der Grodenflächen werden während der Bauarbeiten tangiert. Da es sich um rasch wieder regenerierbare Strukturen handelt sind keine dauerhaften Beeinträchtigungen dieser Biotope zu erwarten
  • Für die durch bauvorbereitende Tätigkeiten und Verlegearbeiten entstehenden Eingriffe in Natur und Landschaft werden Kompensationsmaßnahmen geleistet.

Auszug aus dem Landschaftsrahmenplan der Stadt Wilhelmshaven (2018a) mit eingezogenem beantragten Verlauf der NeuConnect Landtrasse

Auszug aus dem Landschaftsrahmenplan der Stadt Wilhelmshaven (2018a) mit eingezogenem beantragten Verlauf der NeuConnect Landtrasse, © Stadt Wilhelmshaven

Die in der 26. BImSchV gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte werden eingehalten und eine negative Beeinflussung auf den Menschen durch elektromagnetische Felder ist somit nicht zu erwarten. Auch werden nach gutachterlicher Einschätzung keine gesetzlichen Immissionsricht- oder Grenzwerte hinsichtlich Lärm und Luftverschmutzung überschritten.

Konverterstation

Bereits im Zuge der Flächennutzungsplanänderung wurden im Umweltbericht zahlreiche Maßnahmen benannt, um die Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten. Diese werden im weiteren Projektverlauf zunehmend spezifiziert:

  • Anpassung von Bauphasen an Brutzeiten
  • Eingriffe in Natur und Landschaft z. B. durch die Errichtung des Konverters werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben kompensiert
  • Grenzwerte zu Licht- und Geräuschemissionen werden eingehalten, um etwa die Teichfledermaus und Brutvögel nicht zu stören
  • In der Bauvorbereitung sind bereits spezielle Maßnahmen ausgearbeitet, um die im Bundesnaturschutzgesetz formulierten artenschutzrechtlichen Zugriffsverbote einzuhalten; z. B. werden Brach- und Extensivackerflächen angelegt
  • Erarbeitung eines Konzepts, um die Konverterstation bestmöglich in die Landschaft einzubetten

Karte mit Darstellung der CEF-Flächen (Continuous Ecological Functionality Measures) Karte mit Darstellung der CEF-Flächen (Continuous Ecological Functionality Measures)

Mensch und menschliche Gesundheit

Gemäß der hierfür angefertigten technischen Studie treten keine Gefährdungen oder erhebliche Belästigungen für den Menschen oder die menschliche Gesundheit durch die Konverterstation auf.

Lediglich in der Bauphase ist mit Staubentwicklung zu rechnen, die jedoch mit entsprechenden Maßnahmen unterbunden werden kann. In der Betriebsphase entstehen keine Emissionen.

In Betracht gezogen wurden:

Ökologische Auswirkungen

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Meeresumwelt

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